Eine fatale Begegnung

Kapitel 2- Eine fatale Begegnung

Um zurück zu dieser Kreatur zu gehen musste ich mir selber viel gut zu reden, denn ich hatte ne Scheißangst. Damals hätte ich das nicht so ausgedrückt, also mit diesen Worten, aber es war wahr. Allein schon der Gedanke ich würde dorthin zurückgehen, brachte mein Herz dazu, wie verrückt zu schlagen.

Ich sagte zu meinem Verlobten, ich würde mich mit einer Freundin treffen um noch ein paar Hochzeitsvorbereitungen zu besprechen und, dass er nicht auf mich warten sollte, da es sicher ein wenig später werden würde. Er glaubte mir. Blind und ohne Fragen zu stellen vertraute er mir. Ich fühlte mich schrecklich, dass ich ihn anlog und ihm nicht die Wahrheit sagte, aber was hätte ich tun sollen? Wenn ich ihm die Wahrheit gesagt hätte, dann wäre er sicher dagegen gewesen und hätte mich nicht hingehen lassen. Also beschloss ich zu schweigen. Im Nachhinein bereue ich nichts mehr, als die Rückkehr zu diesem Ort.

Sei es wies es sei, 1 Monat vor meinem Hochzeitstag stand ich vor diesem Mausoleum. Dieser Gestank von toten Ratten war nicht auszuhalten und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich war so nervös und hatte so ein komisches mulmiges Gefühl in meiner Magengrube, aber ich ignorierte das alles und ging hinein.

,, Wer ist da?", fragte diese Gestalt.

,, Mein Name ist Marie-Claire und wer sind sie? Ich bin nicht hier um Ihnen was anzutun. Ich bin hier um Ihnen zu helfen." , sagte ich immer noch nervös.

,,Ich bin Lestat und ich weiß deine Hilfe sehr zu schätzen. Vielleicht könntest du mir doch von Nutzen sein. Du riechst gut, sehr gut und dein Blut ist sicher köstlich!", antwortete er. Lestat stand auf, er sah so schwach aus und er tat mir richtig Leid. Ich hatte zwar nach wie vor Angst vor ihm, dennoch empfand ich Mitleid. Mir machte zu schaffen was er mit meinem Blut meinte und wie er auf so etwas kam. Er kam mir ganz nah und starrte mir in die Augen. ,, Du bist viel zu schön um für eine einzige Mahlzeit vergeudet zu werden und um dich zu verwandeln bin ich leider noch zu schwach!", betonte er und setzte sich zurück in seinen Stuhl.

,, Was meinen Sie damit? wovon sprechen Sie?", fragte ich ängstlich. Er lachte höhnisch und sagte: ,, Das wirst du früh genug erfahren." Lestat stand wieder auf und fragte mich hoffnungsvoll:   ,, Möchtest du mir wirklich helfen, Cherie? Möchtest du mich wieder zu dem Lestat machen, der ich einst war? Bist du bereit mir bedingungslos behilflich zu sein bis ich wieder bei Kräften bin? Ohne Fragen zu stellen und ohne zu hinterfragen was ich von dir verlange und warum ich es von dir verlange?"

Ich wusste nicht was ich tun sollte. Er schien mir ein Psychopath zu sein und da ich Angst hatte,  er würde mich umbringen, weil er vorher über meinen Geruch und mein Blut gesprochen hatte, willigte ich ein. ,, Großartig! Morgen Nacht bringst du mir 3 Menschen. Zwei Frauen und einen Jüngling. Eine der beiden Frauen sollte ein junges Mädchen sein, nicht älter als 17 und die Andere sollte nicht älter als 30 sein! Hast du mich verstanden?", sagt er völlig begeistert und aufgeregt.

,, Ja hab ich, aber sagen Sie, was werden Sie mit diesen Menschen machen?", fragte ich ängstlich, obwohl ich eingewilligt hatte nichts zu hinterfragen.

Er stöhnte und antwortete genervt:,, Keine Fragen, das war die Abmachung! Und jetzt geh! Ich erwarte dich morgen!"

Ich verließ die Gruft mit einem unguten Gefühl, aber ich hatte ihm mein Wort gegeben also tat ich was er sagte und hinterfragte nichts.  Den nächsten Tag verbrachte ich damit 3 Menschen zu suchen die für ihn passend waren. Ich vernachlässigte die Hochzeitsvorbereitungen und fand drei Menschen, die genau richtig für ihn waren. Ich freundete mich nicht zu sehr mit ihnen an, da ich nicht wusste was er vor hatte. In der Nacht brachte ich sie zu diesem Ort. Ich gab mich als eine Frau aus, die ihr Haus verkaufen wollte. So lockte ich die Frau hin. Dem Jüngling und dem Mädchen hatte ich erzählt, dass ich einen Schlafplatz für sie gefunden hätte, da alle zwei mehr oder weniger auf der Straße hausten.

Nachdem ich die drei hinein gelockt hatte, wartete Lestat schon sehnsüchtig auf mich. Er sah mir in die Augen und sagte starr:

,, Gut gemacht, Marie- Claire! Sie sehen prachtvoll aus! Jetzt fessle bitte die Frauen!" Ich sah ihn entsetzt an, aber ich hatte keine Wahl.

19.1.15 20:35

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